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Keine Weissagung der Schrift
darf eigenmächtig ausgelegt werden;
denn niemals wurde eine Weissagung ausgesprochen, weil ein Mensch es wollte,
sondern vom Heiligen Geist getrieben
haben Menschen im Auftrag Gottes geredet.
(2 Petr 1,20-21) |
Die Bibel besteht aus 73 Büchern oder Schriften:
das Alte Testament aus 46,
das Neue Testament aus 27.
Die Bibel ist mehr als ein bedeutendes antikes kulturgeschichtliches Denkmal.
Die Kirche glaubt, dass sie unter der Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben
worden ist. Ihr Urheber ist also Gott selbst. Deshalb wird die Bibel auch Heilige
Schrift genannt. Andererseits ist die Bibel nicht einfach vom Himmel gefallen.
Gott hat durch Menschen in deren Art gesprochen. Die Texte der Bibel sind somit
auch von der Zeit und dem Umfeld, in dem sie entstanden sind, beeinflusst.
Die Kirche bekennt, dass der Heilige Geist nicht nur in den Verfassern der biblischen
Texte gewirkt hat. Er hat auch die Kirche befähigt, zu erkennen, welche
Texte zu den heiligen Schriften gehören. So wurden etwa die sogenannten
apokryphen Schriften bewusst ausgesondert, weil
sie nicht dem Glaubenszeugnis der Apostel entsprachen. Zudem bewirkt der Heilige
Geist, dass die Botschaft der Bibel auch heute im Leben vieler Menschen neue
Gestalt annimmt.
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Die Bibel -
Buch und Bibliothek |
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DIE APOKRYPHEN
SCHRIFTEN
Neben den Schriften des Alten und Neuen Testaments entstand eine Fülle
von Texten, die nicht in den Kanon der heiligen Schriften aufgenommen
wurden. Dafür gab es unterschiedliche Gründe: die späte
Abfassungszeit, theologische Mängel, Irrlehren etc. Das Gerücht,
diese Schriften enthielten Aussagen, die den christlichen Glauben
in seinen Fundamenten erschüttern könnten, entspricht nicht
der Wahrheit. Dasselbe gilt für die Vermutung, der Vatikan halte
apokryphe Texte unter Verschluss. |
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