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Tora / Pentateuch /
Fünf Bücher des Mose
Der erste Teil der Bibel besteht aus fünf Teilen.
Ursprünglich waren diese auf Schriftrollen geschrieben, die in einem Behälter
aufbewahrt wurden -daher der griechische Name"Pentateuch",
d.h. "fünffacher Behälter". Im Judentum wird von der "Tora"
gesprochen. Das hebräische Wort bedeutet "Gesetz"und erinnert
daran, dass ein großer Teil dieser Texte aus rechtlichen Bestimmungen
besteht. In der Bezeichnung "fünf Bücher des Mose" klingt
die alte Überzeugung an, Mose habe diese Schriften selbst verfasst. In
der Neuzeit hat die wissenschaftliche Erforschung der Bibel jedoch gezeigt,
dass die Tora nicht durch einen Menschen und in einem Guss entstand. Sie ist
das Ergebnis von jahrhundertelanger Überlieferung und Überarbeitung.
Genesis
(Gen)
Der Name der ersten Schrift der Bibel ist Programm: "Genesis"(griechisch)
bedeutet "Entstehung". Am Anfang wird nämlich von der Erschaffung
von Welt und Mensch durch Gott erzählt. In die gute Welt dringt aber sogleich
das Böse ein, wie die Erzählungen vom Sündenfall und vom Brudermord
beispielhaft illustrieren. In der durch die Sünde entstellten Schöpfung
setzt Gott mit der Berufung Abrahams einen Neubeginn. Daraufhin konzentriert
sich der biblische Text auf das Schicksal von Abrahams Nachkommen: Sein Sohn
ist Isaak, sein Enkel Jakob, der den Ehrennamen "Israel" erhält.
Seine zwölf Söhne verschlägt es nach Ägypten. Dort entsteht
aus der Großfamilie Jakobs ein ganzes Volk - Israel.
Exodus
(Ex)
Das Buch Exodus verfolgt die Geschichte der Nachkommen
Abrahams weiter. In Ägypten zu einem großen Volk geworden, werden
die Israeliten von den Ägyptern unterdrückt. Unter der Führung
des Mose und mit Gottes Hilfe gelingt ihnen der Auszug ("Exodus")
aus dem Nilland. Zuvor hatte Gott Mose im brennenden Dornbusch seinen Namen
- "Jahwe"-offenbart: Er ist ein Gott, der die Klage der Unterdrückten
hört und sie aus der Knechtschaft befreit. Ihre Wanderung führt die
Israeliten zum Berg Sinai, wo Gott ihnen sein Gesetz ("Tora") mitteilt:
Ihm gemäß sollen sie später im verheißenen Land leben.
Gemäß der göttlichen Weisung bauen die Israeliten in der Wüste
ein Zeltheiligtum. Damit gelangt der Exodus an eines seiner Ziele -Gott in Freiheit
zu dienen.
Levitikus
(Lev)
Dieses Buch enthält eine Fülle von Gesetzen.
Ein wichtiger Teil von ihnen beschäftigt sich mit dem Dienst der Priester
aus dem Stamm Levi (daher der Name "Levitikus"). Die Mitte der Tora
ist der im Buch Levitikus beschriebene "Versöhnungstag"(Jom Kippur).
Daran schließt sich das "Heiligkeitsgesetz"an. Es ist eine von
Priestern zusammengestellte Gesetzessammlung, die das Leben durch die oft wiederholte
Forderung, heilig zu sein, ordnet. Schon das Buch Levitikus erhebt die berühmte
Forderung, den Nächsten zu lieben wie sich selbst.
Numeri
(Num)
Das Volk Israel befindet sich zu Beginn des Buches Numeri
noch am Sinai. In einer Volkszählung wird die Anzahl der wehrfähigen Männer
bestimmt, daher der lateinische Buchtitel ("Zählungen"). Im ersten
Teil von Numeri finden wir weitere Gesetze, dann folgt der Abmarsch vom Sinai
Richtung Kanaan. Auf dem Weg dorthin drückt das Volk Unzufriedenheit mit seiner
Lage aus, es murrt gegen Gott und Mose. Mose setzt Josua als seinen Nachfolger
ein. Er selbst wird das "gelobte Land"als Mitglied dieser rebellischen
und undankbaren Generation nicht betreten dürfen.
Deuteronomium
(Dtn)
Dieses Buch besteht aus langen Reden, in denen sich Mose
vor seinem Tod noch einmal an das versammelte Volk wendet. Er ruft den Israeliten
dabei die bisherigen Ereignisse der Wanderschaft in Erinnerung und ermahnt sie
zur Beachtung der göttlichen Gesetze. Das ist die Vorbedingung für ein gelingendes
Leben in der verheißenen Heimat. Daraufhin verkündet Mose nochmals die Gesetze
vom Sinai, weshalb diese Schrift als "Deuteronomium"(griechisch),
d.h. "zweites Gesetz" bezeichnet wird. Das Buch enthält bedeutende
Texte, wie die Zehn Gebote oder das "Höre, Israel!", das von frommen
Juden am Morgen und am Abend gebetet wird. Allerdings werden die Gesetze nicht
einfach wiederholt, sondern mit neuen Schwerpunkten versehen. Einzelne Bestimmungen
weichen sogar von ihren Entsprechungen in den vorangehenden Büchern ab. Am Ende
des Buches Deuteronomium stirbt Mose an der Schwelle des "gelobten Landes".













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